Die Aufbereitung

Die ursprüngliche und einfachere Aufbereitung, die hauptsächlich in Äthiopien vorkommt, ist das Trockenverfahren. Die geernteten und von Verunreinigungen befreiten Kaffeekirschen werden auf großen Trockenböden ausgebreitet, mehrmals umgewälzt und 5 bis 20 Tagen der Luft und Sonne ausgesetzt.

 

Nachts und bei feuchter Witterung werden die Kaffeekirschen zu großen Haufen aufgeschichtet und zugedeckt. Dieser Vorgang wird so lange durchgeführt, bis das Fruchtfleisch völlig trocken ist und die Bohnen beim Schütteln in den Schalen klappern. Die braunen, spröden Früchte werden nun in einer Schälmaschine enthülst und damit die Kaffeebohne von der Fruchtschale, der Pergamenthülse und, so gut wie möglich, vom Silberhäutchen befreit. Die so behandelten Kaffeebohnen können nun gesiebt und verlesen werden.

 

Die so gereinigten Kaffeebohnen sind noch von der Pergamenthülle und dem darunter liegenden Silberhäutchen umschlossen. Sie werden maschinell getrocknet und anschließend in einer Schälmaschine von den äußeren Hülsen befreit, sortiert, verlesen und eventuell auch poliert. Es ist verständlich, dass dieses nasse Aufbereitungsverfahren viel mehr Aufwand und vor allem sehr viel Wasser braucht, dafür aber wird ein besseres und regelmäßigeres Produkt geschaffen.

Der Rohkaffee wird nun in Jute- oder Sisalsäcke abgefüllt. Das Normalgewicht für Äthiopischen Kaffee beträgt 60 kg netto. Daneben werden vereinzelt auch andere Nettogewichte angetroffen.

 

Die wichtigste Voraussetzung für eine gute Lagerung ist der Wassergehalt des Kaffees und der umgebenden Luft.

 

 

Die Feuchtigkeit darf eine gewisse Grenze nicht überschreiten, um den Verderb des Rohkaffees zu verhindern.